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BFD – BundesFreiwilligenDienst

Neben FSJ und FÖJ gibt es auf Bundesebene den Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD oder Bufdi. Mit dem Bundesfreiwilligendienst wird Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, durch freiwilliges Engagement geholfen und gleichzeitig erfährt das Leben der Helfenden eine unbeschreibliche Bereicherung.
Nach Abschaffung der Wehrpflicht und somit eben auch Aussetzung des Zivildienstes wurde der Bundesfreiwilligendienst auf Initiative des Bundesfamilienministeriums geschaffen, steht somit in der Trägerschaft des Bundes und garantiert das Vorhandensein entsprechender BFD-Stellen in allen Bundesländern, Städten und Kommunen. Diese durch den Zivildienst geschaffene Infrastruktur wird durch die jährliche Förderung von 35.000 Plätzen durch die Bundesregierung aufrechterhalten.
Inhaltliche und formelle Änderungen gibt es ebenfalls kaum, sodass der BFD für die Einsatzstellen wie auch für die Interessenten einfach handhabbar ist.
Obwohl der Bund Träger des Bundesfreiwilligendienstes ist, liegt die Hauptverantwortung bei den Einsatzstellen vor Ort. Diese suchen und finden Freiwillige und begleiten sie während der Freiwilligenzeit. Innerhalb der staatlichen Richtlinien kann der Freiwilligendienst individuell gestaltet werden.
Im Gegensatz zum Auslaufmodell „Zivildienst“, der bisher nur von jungen Männern geleistet wurde, ist der BFD für Männer und Frauen zugänglich. Ein Höchstalter gibt es, anders als beim FSJ bzw. FÖJ, nicht. Auch ist kein Mindestalter vorgesehen, allerdings muss die allgemeine Vollzeitschulpflicht erfüllt sein.
Hinsichtlich der Dauer wird der BFD flexibel gestaltet und es gelten die gleichen Regelungen wie bei FSJ/FÖJ. Im Regelfall soll er ein Jahr dauern. Die Mindestzeit liegt bei sechs Monaten, Maximal sind zwei Dienstjahre möglich.
Während ihrer Freiwilligenzeit erhalten die Frauen und Männer ein Taschengeld, dessen Obergrenze aktuell bei € 363,- liegt. Oft erhalten die Freiwilligen zusätzlich auch kostenlos Unterkunft und Verpflegung bzw. einen Fahrtkostenzuschuss. Allerdings besteht keine Verpflichtung.
Die Einsatzstellen werden durch einen Zuschuss vom Bund unterstützt. Für Taschengeld und Sozialversicherungsbeiträge werden für Freiwillige bis zum 25. Lebensjahr maximal € 250,- monatlich und für Freiwillige über 25 Jahren maximal € 350,- monatlich übernommen.

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