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Freiwilligendienste

Vor allem junge Menschen entscheiden sich oft, nach dem Schulabschluss und bevor sie ins Arbeitsleben oder Studium einsteigen, für einen Freiwilligendienst im In- oder Ausland. Als Freiwilligendienst wird die institutionalisierte Form ehrenamtlicher Arbeit bezeichnet bei der die Tätigkeit von vorneherein zeitlich befristet ist.
Der oder die Freiwillige übernimmt in seinem Einsatzbereich gemeinnützige Aufgaben, die in der Regel gering oder auch gar nicht entlohnt werden. Im Unterschied zu den üblichen ehrenamtlichen Engagements setzt der Freiwilligendienst eine stärker formelle Festlegung von Zielen und Mitteln voraus.
Alle Freiwilligen müssen regelmäßig an verpflichtenden Seminaren teilnehmen, die fünfmal eine Woche dauern. Hier werden theoretisch die Themen der Einsatzfelder behandelt bzw. aufgearbeitet. Abhängig vom Träger steht den Freiwilligen die Möglichkeit zum Erwerb von Zusatzqualifikationen in den Seminaren offen.
Die Freiwilligendienste sind alle gesetzlich geregelt: FSJ und FÖJ im Jugendfreiwilligendienstegesetz, kurz FSJ-Gesetz. Die Rahmenbedingungen für den BFD oder auch BufDi, sind im Bundesfreiwilligendienstgesetz festgehalten. Alle drei gesetzlich geregelten Freiwilligendienste verfolgen das gleiche Ziel, sind beinahe identisch ausgestaltet und bestehen gleichwertig nebeneinander. FSJ und FÖJ unterliegen jedoch einer Altersgrenze.
Die Einsatzgebiete sind gleichermaßen auf nationaler oder internationaler Ebene zu finden und richten sich sowohl an Fachkräfte wie auch Laien. Der Zeitraum kann unterschiedlich lang sein, wobei Freiwilligendienste in der Regel für zwölf zusammenhängende Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate geleistet werden. Im Rahmen des pädagogischen Gesamtkonzeptes kann die Einsatzstelle bzw. der Träger den Freiwilligendienst auch in Blöcken mit mindestens dreimonatiger Dauer anbieten. In Ausnahmefällen können FSJ/FÖJ/BFD bis zu 24 Monate dauern.
Der Schweizer Pazifist Pierre Cérésole  organisierte im Jahr 1920 den ersten internationalen Freiwilligendienst als karitatives Friedensprojekt. Im französischen Esnes-en-Argonne versammelte er junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern, um den Wiederaufbau des zerstörten Dorfes zu unterstützen. Gleichzeitig sollte durch das gemeinsame Arbeiten und Leben, zukünftigen Konflikten in Europa der Nährboden genommen werden - also zur Völkerverständigung beitragen.

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FSJ – Freiwilliges Soziales Jahr
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In Deutschland geht die „Erfindung FSJ“ auf Ideen der Kirchen zurück. 1954 appellierte der Leiter einer Diakonissenanstalt und späterer Landesbischof von Bayern an die weibliche katholische Jugend, ein Freiwilliges Diakonisches Jahr zu absolvieren. So sollten die jungen Frauen ab 18 Jahre für ein Taschengeld und gegen Verpflegung einen freiwilligen Dienst in der Kranken- und Altenpflege leisten ohne gleich Diakonissen zu werden. Im Jahr 1962 wurde von evangelischer Seite der "Philadelphische Dienst" ins Leben gerufen. Hierbei sollten ausschließlich Abiturientinnen bevor sie mit einem Studium begannen mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen .........

FÖJ – Freiwilliges Ökologisches Jahr
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Ist die Einsatzstelle im ökologischen Bereich angesiedelt ist die richtige Bezeichnung FÖJ - Freiwilliges Ökologisches Jahr. Dieser Freiwilligendienst wird in gemeinnützigen Einrichtungen geleistet, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Naturschutz, Umweltschutz, Umweltbildung oder auch Umweltforschung haben. Die ökologischen Grundsätze stehen im Fokus. FÖJ-ler bringen ihre Arbeitskraft z.B. im Gartenbau, in der Landwirtschaft oder in Naturschutzzentren bzw. Umweltverbänden ein. Die Rahmenbedingungen und gesetzlichen Regelungen des FÖJ unterscheiden sich einzig im Einsatzgebiet von dem Freiwilligen Sozialen Jahr. Das Freiwillige Ökologische Jahr dauert in der Regel ein Jahr, mindestens jedoch .......

BFD – BundesFreiwilligenDienst
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Neben FSJ und FÖJ gibt es auf Bundesebene den Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD oder Bufdi. Mit dem Bundesfreiwilligendienst wird Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, durch freiwilliges Engagement geholfen und gleichzeitig erfährt das Leben der Helfenden eine unbeschreibliche Bereicherung. Nach Abschaffung der Wehrpflicht und somit eben auch Aussetzung des Zivildienstes wurde der Bundesfreiwilligendienst auf Initiative des Bundesfamilienministeriums geschaffen, steht somit in der Trägerschaft des Bundes und garantiert das Vorhandensein entsprechender BFD-Stellen in allen Bundesländern, Städten und Kommunen. Diese durch den Zivildienst geschaffene Infrastruktur .........