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Malern & Tapezieren

Farbe oder Tapete – Streichen oder Tapezieren?

Beim Umzug von einer alten in eine neue Wohnung ist oftmals eine Renovierung fällig. In der Regel müssen in den alten Räumlichkeiten die Bohrlöcher gespachtelt und die Wände gestrichen werden. Gleiches gilt auch, wenn man sein Zuhause modernisieren und ihm einen neuen Anstrich verpassen möchte. Auch hier wird in erster Linie zuerst zur Farbe oder zur Tapete gegriffen. Beim Streichen oder Tapezieren braucht „Mann“ oder „Frau“ keine besonderen Fähig- und Fertigkeiten. Etwas handwerkliches Geschick schadet aber nicht.
 

Neuer Anstrich in 13 Schritten

Wer seinem Zuhause „nur“ mit Farbe ein Facelifting verschaffen möchte, hält sich an folgende Schritte.

  1. Beschaffung von Malerzubehör: Pinsel, Farbrolle (Malerwalze), Farbwanne, Abstreifgitter, Teleskopstange, Abdeckfolie (Abdeckvlies), Kreppband (Klebeband), Spachtelmasse, Wandspachtel, Farbe (Dispersionsfarbe) – alles erhältlich im Baummarkt, Fachhandel, Internet oder hin und wieder im Discounter
  2. Böden und Möbel abdecken
  3. Kanten, Ecken, Tür- und Fensterrahmen abkleben
  4. Wände nach Löchern, Rissen, Unebenheiten überprüfen und gegebenenfalls mit Spachtelmasse ausbessern
  5. Farbe anrühren und in eine Farbwanne füllen
  6. Wandfarbe mit einem Pinsel an allen Kanten und Ecken der Raumdecke auftragen
  7. Farbrolle bzw. Malerwalze mit klarem Wasser durchspülen
  8. Farbrolle im leicht feuchten Zustand in die Farbwanne tauchen und anschließend über ein Abstreifgitter streifen
  9. Wandfarbe mit der Malerwalze an der Decke auftragen und in Richtung des Lichteinfalls streichen
  10. Farbe erneut an allen Kanten und Ecken der zu streichenden Wand auftragen
  11. Streichen der Wandfläche mit der Farbrolle
  12. Schritt 10 und 11 beim Streichen der restlichen Wände wiederholen
  13. Kreppband an den abgeklebten Flächen abziehen solange die Wandfarbe noch feucht ist

Tipp: Beim Streichen großer Wandflächen ist das Auftragen der Farbe über Kreuz zu empfehlen. Das bedeutet, im Wechsel werden zwei, drei Bahnen von oben nach unten gestrichen und anschließend wird die Farbe quer über die vertikal gezogenen Bahnen aufgetragen. Und das wird sooft wiederholt, bis die Wand komplett eingefärbt ist. Diese Methode gewährleistet einen gleichmäßigen Anstrich. Ohne großes Hexenwerk schaffen Sie in einem Zimmer oder in der ganzen Wohnung eine neue Atmosphäre, um sich Zuhause noch wohler zu fühlen.
 

Neue Tapete – Neuer Glanz

Neben der Vielfältigkeit der Farben gibt es mittlerweile auch eine enorme Auswahl an Tapeten. Die vielen Muster und unterschiedlichen Materialen machen die Tapete wieder zu einem sehr beliebten Wandschmuck. Weiße Wände oder farblich gestaltete Raufasertapeten weichen heutzutage immer öfter trendigen Tapetenkreationen, wie Fotodrucken, klassischen Streifen- oder romantischen Blütenmustern. Tapete ist modern und gibt einem Raum neuen Glanz. Und bei Beachtung folgender Schritte ist das Tapezieren auch nicht aufwendiger und komplizierter als das Malern.

  1. Materialbeschaffung: Tapete, Kleister, Kleisterbürste oder Kleistergerät, Spachtel, Spachtelmasse, Tapetenmesser oder Tapetenschere, Tapezierbürste, Tapeziertisch, Kanten-Beschneideschiene
  2. Entfernen der alten Tapete und Risse sowie Unebenheiten ausbessern
  3. Fenster schließen und Heizung ausstellen
  4. Ausmessen und Zuschneiden der Tapetenbahnen, jeweils für eine Wand
  5. Kleister anrühren
  6. Tapetenbahn mit der Muster- bzw. Farbseite auf den Tapeziertisch legen
  7. Kleister mit einer Bürste (von der Mitte zu den Enden) oder einem Kleistergerät auf die Tapete auftragen und einweichen lassen
  8. Tapete an die Wand kleben, von oben nach unten, und mit einer Tapezierbürste andrücken
  9. Schritte 5, 6 und 7 wiederholen bis die Wand fertig tapeziert ist
  10. Ränder an Decke und Fußleiste mit der Kanten-Beschneideschiene sauber zuschneiden 

Tipp: Achten Sie beim Zuschneiden der Tapetenbahnen darauf, dass Sie an den Enden etwas Spielraum (ca. 3 – 4cm) lassen. Wichtig ist auch, dass Sie beim Zuschnitt von Mustertapeten den „Rapport“ (Musterübereinstimmung) berücksichtigen.

Autor: Christian Kleiber

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